Rückblick: 7. Internationale Woche der Semiotik 2026
Vom 09. bis 12. Februar 2026 fand im Potsdamer Bildungsforum die 7. Internationale Woche der Semiotik statt. Die Konferenz wird jährlich vom Masterstudiengang "Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik" der Universität Potsdam ausgerichtet und dabei maßgeblich von den Studierenden mitgestaltet. In diesem Jahr stand die Semiotische Woche unter dem Thema "Echt Jetzt? - Semiotik der Authentizität".
Den Auftakt zur 7. Internationalen Woche der Semiotik bildete Lisa Blasch von der Universität Innsbruck mit einem Überblick über die Bedeutung und die Geschichte des Authentizität-Begriffes. Anschließend sprach Prof. phil. Sebastian Feil über Authentizität im Bereich des Beatmaking und sorgte mit seiner Keynote bereits für erste angeregte Diskussionen. Außerdem wurde die Fotoausstellung „Motherland“ von Kevin Pawlak sowie die Installation „Roter Faden“ von Daria Wörmann eröffnet.
Am Nachmittag leitete Studiengangsgründerin Prof. Dr. Eva Kimminich gemeinsam mit den Künstler*innen Malte und Daniela Nickau einen Workshop an, in dem die Teilnehmenden sich mit den Begriffen Authentizität und Originalität befassten.
Zum Abschluss des ersten Tages stellten Dr. Mara Persello und Regisseur Pietro Anton das Konzept Body Music vor. In diesem Workshop schrieben die Teilnehmenden Lieder auf, die sie mit einer bestimmten Emotion verbinden. Anschließend hörten sich andere Teilnehmende die Lieder an und glichen ab, ob sie beim ersten Hören eine ähnliche Emotion wahrnahmen. Die dabei entstandene Playlist wurde auf Spotify veröffentlicht.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Literatur. Neben Schriftsteller Dr. Volker Demuth, der den Authentizitätsbegriff kritisch hinterfragte, gaben Prof. Dr. Erik Schilling und Prof. Dr. Christian Sinn in ihren Vorträgen Einblicke in die literaturwissenschaftliche Perspektive und beleuchteten Authentizität in verschiedenen literarischen Werken. Im anschließenden Roundtable, den Prof. Dr. Marie Schröer moderierte, wurden die Diskussionsthemen der ersten zwei Tage aufgegriffen und vertieft – Fokus lag hierbei auf dem Thema Authentizität in Zeiten von KI.
Später wurde das Konzept der Authentizität praktisch erarbeitet. Im Workshop von Verena Männer erarbeiteten die Teilnehmenden einen bildanalytischen Zugang, während der Workshop von Kevin Junk sich mit authentischem „Wordbuilding“ befasste.
Das Tagesprogramm des Mittwochs wurde von den Erstsemester-Studierenden gestaltet. Für den Einstieg wurde der Szenenbildner Uli Hanisch eingeladen, der im Gespräch von seiner Arbeit am Filmset berichtete und mit den Studierenden über Realität und Authentizität in seiner Arbeit diskutierte. Anschließend konnten im interaktiven Workshop von Dr. Felix Liedel authentische Held:innenreisen entwickelt werden. Zum Abschluss gab es einen von den Studierenden konzipierten und geleiteten Workshop, in dem sich die Teilnehmenden mit Characterbuilding in Sci-Fi- und Fantasyliteratur befassten.
Der letzte Tag der 7. Internationalen Woche der Semiotik startete mit einem Vortrag von Dr. Gai Farchi, der sich mit dem Thema Dark Tourism auseinandersetzte. Anschließend präsentierten drei Absolventinnen des Masterstudiengangs „Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik“ die Themen ihrer Abschlussarbeiten, welche alle drei im Kontext mit dem Oberthema Authentizität stehen.
Zum Ausklang einer inspirierenden Woche voller neuer Impulse leitete die Kultursemiotikerin Nadja Hilse einen Workshop, der sich mit der Frage nach Authentizität in der Werbung befasste.
Ein herzlicher Dank gilt allen Referent:innen und Teilnehmer:innen für ihre engagierte Mitwirkung und die bereichernden Beiträge!
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